ich weiß Lieber Leser,
du bist enttäuscht, dass ich so lange nichts habe von mir hören lassen. Aber du weißt sicher wie das ist, wenn man ein Reisetagebuch führt. Am Anfang ist man ganz enthusiastisch bei der Sache und mit der Zeit lässt der Fleiß nach und der Alltag schleicht sich ein. Umso besser, dass im Moment meine Liebsten Freunde aus dem Wohnheim auf Reisen sind, so dass ich die Gelegenheit einfach beim Schopfe packen muss! Warum ICH nicht auf Reisen bin fragst du? Ganz einfach! Damit ich dir jetzt von meinen Erlebnissen aus den letzten Wochen, ja Monaten berichten kann!
Zunächst einmal möchte ich der Bitte meines Mitbewohners, Yorick, nachkommen und Werbung für seinen Fotoblog machen. Er hat bereits im letzten Semester viele Fotos gesammelt und veröffentlicht sie auf seiner eigenen Seite:
Russische Schatten - eine Reise durch die ehemalige SowjetuinionIch finde das der Geist Russlands sehr schön in den Fotos wiedergespiegelt wird, da man im heutigen Russland defenitiv noch die Spuren der ehemaligen Sowjetmacht spüren kann. Vergangenheitsbewältigung? Fehlanzeige ;)
Also, schaut mal rein!
Jetzt muss ich tief in meinem Gedächtnis wühlen. Was ist alles so passiert?
Zunächst einmal, war ich, Mitte März, auf der Premiere des Musicals von Dostojevskijs Meisterwerk: Verbrechen und Strafe. Der Grund warum wir uns das angetan haben, war das unglaublich trashige Werbeposter dazu, auf dem man einen brennenden Luxusschlitten sehen kann. Das mussten wir sehen!
Aber schaut selbst:
Die Show war sehr unterhaltsam und definitiv sehr aufwendig organisiert! Vor der Vorstellung gab es kostenlosen, werbeunterstützten Sekt. Es war ja immerhin Premiere. Nur leider wurde im Konzertsaal sehr gut geheizt und dann ist mir der Sekt wohl doch etwas zu Kopf gestiegen, so dass ich vielleicht für 15 Minuten die Augen zu machen musste. Aber da ich das Buch ja schon gelesen hatte, so wie wahrscheinlich alle Anwesenden, wusste ich ja sowieso was passieren würde. Was noch interessant ist zu erwähnen, ist der Ticketverkauf in Russland. Da kann sich Deutschland noch eine Scheibe von abschneiden. Wenn man als armer Student Geld sparen muss, so ist das noch lang kein Grund auf Kultur zu verzichten. Hier gibt es die Möglichkeit eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung, sei es Theater, Oper oder eben Musical, zur Kasse zu gehen und gegebenfalls freie Plätze für einen Bruchteil des Preises zu ergattern.
Ähnlich habe ich es mit Yorick auch letzte Woche im Theater am Arbat gemacht. Wir wollten eigentlich ein Stück von Gogol sehen, aber das war schon ausgebucht. Stattdessen haben wir uns einfach in ein anderes Stück gesetzt, dass wir beide nicht kannten. Und dafür haben wir, mit Studentenrabbat, nur schlappe 100 Rubel bezahlt, ca. 1,25€. Na wenn wir keine Sparfüchse sind...
Und das Stück war in jedem Falle sehenswert. Es war ein franzöisisches Stück, ins Russische übersetzt, leider ist mir der Titel entfallen, und handelte von drei Männern die auf einer Terasse sitzen und in Erinnerungen schwelgen. Die Leute um uns herum haben viel gelacht, also gehe ich davon aus, dass es witzig gewesen sein muss. Aber wenn man den Kontext des Stückes nicht kennt, ist es schon schwer dem ganzen 100%ig zu folgen.
Am selben Abend waren wir noch in einer Bar. Allerdings keine gewöhnliche Bar. Es war eine Bar in Moskau-City, im 60. Stock eines Wolkenkratzers. Und wenn an diesem Abend etwas noch größer war als die Gebäude in Moskau-City, dann waren es unsere Egos. Wie Prinzen haben wir uns gefühlt in diesem "gehobenen" Etablissement.
Hier ein Beweisfoto:
Schon beeindruckend, oder?
Wie schon in einem füheren Eintrag erwähnt, hat Russland meine Vorliebe für farbige Burger geweckt. Und als ich gehört hatte, dass in Moskau eine Krosse Krabbe aufgemacht hat (ja genau, die Krosse Krabbe, in der Spongebob Schwammkopf arbeitet), da musste ich es einfach mit eigen Augen sehen. Aufgepasst: Foto!
Siehst du die Glückseligkeit in meinem Gesicht und der anderen Gäste? Das ist das Spongebob-Gefühl! Nein, im Ernst. Die Burger waren jetzt nicht die Besten, die ich in meinem ganzen Leben gegessen habe (dafür waren sei rosa!!!), aber den Spaß war es auf jeden Fall wert!
Ein weiterer Grund, oder sollte ich sagen, eine weitere Ausrede dafür, warum ich hier solange nichts geschrieben habe, ist der Fakt, dass ich einen Job gefunden habe. Besser gesagt, hat der Job mich gefunden. Ich fahre jetzt 1-2 mal die Woche zu einer wohlhabenden Familie, um mit ihren Kindern, in erster Linie mit dem Sohn, Deutsch zu sprechen. Und der Knaller an der Sache: Neben mir gibt es noch einen Französisch- und einen Englischlehrer. Und der Junge ist erst 7. Und ich muss ehrlich sagen, mit sieben Jahren schon vier Sprachen zu sprechen ist wirklich beeindruckend! Und das alles so gut wie ohne Akzent! Die meiste Zeit spielen wir zusammen (meistens Lego) oder schauen uns deutsche Bücher an. Manchmal gehen wir auch vor die Tür und spielen Fussball, jagen uns mit Stöcken oder hauen auf einen "Angrybirds"-Boxsack ein. Jungskram eben. Leider befindet sich das Haus der Familie ein bisschen außerhalb der Stadt, so dass ich jedes Mal eine halbe Ewigkeit dorthin brauche. Aber wer wird sich schon beschweren?
Desweiteren hat sich mir eine andere einmalige Möglichkeit geboten! Da ich mich damals mit einem Projekt für mein Auslandssemster bewerben musste, habe ich einfach eine frühere Hausarbeit dafür benutzt. In dieser habe ich die beiden Russischen Lagerautoren Schalamov und Solschenizyn miteinander verglichen. Das hat der Professorin Rostislavleva, aus dem Deutsch-Russischen Zentrum der RGGU scheinbar gut gefallen. Deshalb hat sie mir jetzt die Möglichkeit eröffnet, ein Interview mit der Witwe Solschenizyns zu machen. Was für eine Ehre! Und das ganze soll auch noch in einem Internetmagazin veröffentlicht werden! Wer hätte gedacht, dass meine Journalismuskarriere hier in Russland beginnen würde? Nicht, dass ich es jemals angestrebt hätte Journalist zu werden, aber Spaß macht es mir in jedem Fall! Wenn es soweit ist, werde ich das Interview auf dieser Seite veröffentlichen. Vielleicht werde ich es auch übersetzen. Würde ja Sinn machen, da dein Russisch eventuell ein bisschen eingerostet ist.
Was noch? Achja, zu Ostern haben wir Eier bemalt:
Allerdings müssen wir das bald wiederholen, da am 1. Mai das orthodoxe Ostern stattfindet. Da bin ich aber in Kazan. Mal sehen ob wir da die Zeit finden.
So, mein lieber Leser, ich hoffe dein Wissensdurst ist jetzt wieder ein wenig gestillt. Ich versuche den nächsten Eintrag zeitlich näher anzufügen, als es das letzte Mal der Fall war.
Bleib gesund! Auf Bald!
Max
Freitag, 29. April 2016
Freitag, 11. März 2016
Smolensk und ein Katzenbild
Sei gegrüßt Liebe*r Leser*in,
Dieses mal möchte ich dir von meinem Trip nach Smolensk erzählen. Doch zunächst ein Katzenbild, um mehr Klicks auf meinem Blog zu bekommen. Ich weiß, dass du bestimmt noch nicht genug von Katzenbildern im Internet hast:| Katze in Talaschkino |
Wie süüüß!
Dank des internationalen Frauentags (nachträglich nochmal meine herzlichsten Glückwünsche) haben wir in der letzten Woche wieder ein verlängertes Wochenende zugesprochen bekommen, denn der internationale Frauentag ist ein Feiertag hier in ganz Russland (Vor den Blumengeschäften wird man von den Verkäufern fast in die Läden gezerrt). Aus diesem Grund haben wir den Montag gleich mit frei bekommen. Nicht schlecht, haben wir uns gedacht. Die perfekte Gelegenheit, um einen Kurztrip in eine andere Stadt zu unternehmen. Yorick hat Smolensk vorgeschlagen, eine Stadt unweit der Weißrussischen Grenze. Interessant an dieser Stadt ist zunächst einmal, dass sie schon viele Male einzunehmen versucht wurde. Ob die Mongolen, Polen-Litauen, die Schweden, Napoleon oder die Nazis, viele waren an den Ländereien interessiert und viele Male wurde die Stadt, samt ihrer Bevölkerung unterdrückt. Letztendlich hat es die Rote Armee, zurückerobert und hat von dort aus nach dem ersten Weltkrieg die Einnahme Weißrusslands dirigiert. Aber um dich nicht weiter mit meinem Wikipedia wissen zu langweilen, jetzt mehr von unserer Reise:
Da sich unsere Reisepässe noch immer durch die mysteriösen Weiten der Russischen Bürokratie winden, sind viele Reisemöglichkeiten, um aus Moskau raus zu kommen, schonmal entfallen. Zug und Autobus kamen also nicht in Frage. Eine sehr günstige und komfortable Art zu Reisen, die auch keinen Reisepass erfordet, ist Car-sharing (Auto teilen). Internet machts möglich! für schlappe 600 Rubel, umgerechnet ca. 8€ sind wir die 300km weite Strecke, mit einem netten Pärchen, von Moksau nach Smolensk gefahren. Obwohl wir die ganze Fahrt über kaum ein Wort gewechselt haben, haben sie uns im nachhinein noch ganz lieb geschrieben, wie uns denn die Stadt gefallen habe und ob wir das, zugegebenermaßen, schlechte Wetter überlebt haben. Das hat uns dann doch sehr gefreut und wir haben es bedauert während der Fahrt nicht mehr mit ihnen geredet zu haben. Andererseits wollten wir dem Fahrer auch nicht auf die Nerven gehen.
In Smolensk heil und ausgeruht angekommen, haben wir uns dann zunächst einmal das Zentrum angeschaut. Das war an einem Nachmittag erledigt, da die Stadt im ZweitenWeltkrieg fast komplett zerstört wurde. Sehenswert waren einerseits die alten Burgmauern, die fragmenthaft die auf einem Hügel gelegene Innenstadt umschließen, und die türkise Kathedrale mit goldenen Zwiebeltürmen, die man schon vom weiten erkennen kann. Hier ein paar Bilder (alle Fotos dieses Eintrags sind übrigens freundlicherweise von Yorick zu Verfügung gestellt worden):
Aus einem mir nicht erklärlichen Grund findet jedes mal, wenn ich eine orthodoxe Kirche betrete, dort gerade ein Gottesdienst statt. Das ist zwar immer ein sehr beeindruckendes Erlebnis, aber dennoch fühle ich mich jedes mal ein wenig fehl am Platze. Ich habe kürzlich gelernt, dass es in orthodoxen Kirchen keine Musikinstrumente gibt. Es singt nur der Chor. Außerdem gibt es keine Sitzbänke, wie man es aus evangelischen oder katholischen Kirchen kennt, die Leute stehen entweder, oder sie knien und sie bekreuzigen sich ohne Pause. Wirklich beeindruckend!
Ein weiterer Ort im Zentrum, den es sich anzuschauen lohnt, ist der Park, der sich entlang der alten Stadtmauern erstreckt. Hier gibt es einerseits ein Erholungsgebiet mit Rummel, Tretbootanlage in einem kleinem Teich, einer Eislaufbahn und anderen Dingen, die aber Wetter- und Jahreszeitbedingt geschlossen waren, und einer Gedenkstätte, die an all die gefallen Soldaten und Helden der Vergangenheit erinnern soll:
| Max und die angelnde Laterne |
| Showbühne mit dem Wappen von Smolensk |
| zugefrorener Treetbootteich |
| Springbrunnen mit Enten |
| Ewige Flamme in Erinnerung an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten, rechts die Tafeln mit Namen |
| Denkmal für die Helden im Krieg gegen Napoleon, 1812 |
| Fernsehturm mit Burgmauer |
| Ein wichtiger Treffpunkt für alle Smolensker: Dominos Diner |
Am nächsten Tag haben wir (leider viel zu) lange geschlafen und haben uns dann auf den Weg nach Katyn gemacht, einem für Russland eher ungewöhnlichen Monument, das etwas außerhalb der Stadtgrenze liegt. Das Massengrab erinnert an die 4400 polnischen Offiziere, die im Auftrag Stalins gegen Ende des Zweiten Weltkriegs dort ermordet wurden. Bis 1990 wurde dieses Massaker, seitens der sowjetischen Regierung, dem NS-Regime zugeschoben, erst nach dem Fall der SU kamen Dokumente ans Licht, die das Gegenteil bewiesen. Bis heute ist Katyn ein starkes Symbol für die Unterdrückung der polnischen Bevölkerung zu Zeiten der Sowjetunion, insbesondere zur Zeit des Stalinismus.
Eine wirklich eindringliche Gedenkstätte!
Am Abend sind wir mit Philipp und seiner Freundin Masha in eine "Diskount-Bar" gegangen. Es war wirklich erstaunlich auf wie viel verschiedenen Wegen man dort Rabatt bekommen konnte. Einerseits gab es eine Kundenkarte, desweiteren gabs täglichen Rabatt auf spezielle Getränke. Wenn man eine bestimmte Summe erreicht hatte, gab es wiederum Rabatt. Wir haben uns eine Säule Bier bestellt, von der aus man sich dann selbser das Bier zapfen konnte. Wir hatten allerdings den Verdacht, dass das Bier mit Wasser gestreckt wurde. Dennoch war es schön mit Philipp nocht etwas Zeit zu verbringen, denn am nächsten Morgen sind wir um einiges früher aufgestanden als am Tag zuvor, um uns in ein benachbartes Dorf aufzumachen, dass eine kleine Künstlersiedlung beheimatete. Dort lebte eine Prinzessin, die zusammen mit anderen Künstlern dort eine Werkstatt betrieb, wo von Kleidung, über Gemälde, Skulpturen, Möbel, bis hin zu Balalaikas viele verschiedene Dinge hergestellt wurden. Leider wurde auch dieser Ort im Krieg von den Nazis dem Erdboden gleichgemacht, später allerdings wieder aufgebaut. Neben einem hübsch gestalteten Holzhaus, und einer Jungenschule, gab es dort auch eine Kirche, die sehr schön gestaltet ist, allerdings nur noch für Austellungszwecke dort steht.
Dann ging es für uns auch langsam wieder nach Hause. Der Fahrer auf dem Rückweg war leider nicht so toll, wie das Pärchen vom Hinweg. Erst hat er viel mehr verlangt, und dann mussten wir uns auch noch zu dritt auf die Rückbank quetschen, was bei 4-5 Stunden fahrt schon zu mittelschweren Pobackenquetschungen führen kann. Zudem trafen wir uns mit ihm an einer Autobahn Raststätte. Nur wie kommt man ohne Auto an eine Autobahnraststätte?
Zum Schluss noch ein paar Fotos vom eigentlichen Stadtbild von Solensk, wie man es in vielen Städten Russlands finden kann.
Und zum Vergleich dazu, das Dorf Talaschkino unweit von Smolensk:
Alles in allem habe ich unsere kleine Inlandsreise sehr genossen und ich hoffe dir hat sie auch gefallen, lieber Leser. In diesem Sinne: auf Bald, mein Freund!
Sonntag, 28. Februar 2016
Schwarze Burger im Spielautomatenmuseum
Sonntag, 28.02.2016
Liebe*r Leser*in,
ich bin sehr erfreut, dass du es wieder einmal geschafft hast meinen Blog zu lesen. Auch dieses mal möchte ich dir von meinen Erlebnissen aus den letzten Tagen erzählen.In der letzten Woche am Dienstag war in ganz Russland der Tag der Beschützer des Vaterlandes, oder einfach Männertag. Dieser ist allerdings nicht verlgeichbar mit unserem Vatertag. Hier ist auch das Wetter noch viel zu schlecht, als dass mit einem Bierkasten im Schlepptau eine Fahrradtour um den See machen könnte. Vielmehr gibt es in der ganzen Stadt freien Eintritt in diversen Museen und auch in manchen Kinos. Am Abend gab es dann noch ein Feuerwerk um den patriotischen Februartraum abzurunden. Um in Russland Patriot zu sein, muss man nicht gleich Busse mit Geflüchteten überfallen (war das jetzt unangebracht? Entschuldigung...).
Wir sind extra zum Park Pobiedy (Park des Sieges) gefahren, der auf einem Hügel gelegen ist, um eine gute Aussicht über die Stadt zu haben. Das Tolle war auch, dass dieser Hügel immernoch ziemlich zentral gelegen ist, so dass man diverse Feuerwerke in der ganzen Stadt sehen kann. Ich habe das Ganze auch kurz mit meiner Kamera gefilmt:
Am Tag zuvor waren wir an einem anderen spannenden Ort: Im Museum für sowjetische Spielautomaten. Dort hatten wir eine Menge Spaß! Denn ungewöhnlich für ein Museum war, dass man dort so gut wie alle Automaten, die noch funktioniert haben, ausprobieren konnte. Am Eingang hat man ein kleines Täschchen bekommen mit sowjetischen 15 Kopeken Stücken und die konnte man dann in der Halle verballern. Es gab verschiedene tolle Spiele, wie z.B. Ochota (Die Jagd); Submarin, wo man als Schütze in einem U-Boot die feindlichen Schiffe versenken muss; eine frühe Version von Snake, Pferde rennen, Autorennen, Basketballl (das war echt der Hammer, ist aber echt schwer zu erklären) und viele mehr. Ein paar Eindrücke habe ich mit der Kamera festgehalten:
Mein persönliches Highlight war allerdings Hockey. Das ist im Grunde wie Tischfussball, nur dass die Spieler sich vertikal bewegen und drehen. Aber seht selbst:
Nachdem wir uns schön ausgetobt hatten, konnten wir in der Hauseigenen Bar noch ein Bier trinken und einen Burger genießen. Das besondere an dem Burger war: Er war schwarz. Und zwar nicht etwa, weil das Brot aus Pumpernickel oder gar verbrannt war, sondern weil es schwarz gefärbt wurde. Ein Highlight! Ich präsentiere die schwarze Mamba:
очень вкусно!
Am Abend waren wir dann noch tanzen im Arma 7. Das war euch ein völlig neuer Eindruck, den ich von Moskau bekommen habe. Die Clubkultur in Moskau, kann mit der Berliner definitv mithalten. Aus Sicherheitsgründen keine Fotos.
Ein weiteres erzählenswertes Erlebnis war die neuen Tretjakov Galerie, unweit des Gorky Parks. Durch die Galerie zu laufen war wie durch die Zeit zu reisen. Beginnend mit dem Primitivismus von ca. 1912 geht es dann weiter zur Avantgarde, über die revolutionäre Zeit, hin zum Soz. Realismus, Stalins Tod, Tauwetter, bis heute. Da ich in Sachen Kunst kein Spezalist bin, das ist eher Yoricks Steckenpferd, und ich auch nichts falsches sagen will, lade ich einfach unkommentiert meine liebsten Bilder hoch.
Nochmal: Wenn du auf die Bilder klickst, siehst du sie ein wenig vergrößert.
Alles was ich sagen kann ist, dass es wirklich eindrucksvoll war, wie sich mit der Zeit und den gesellschaftlichen Umständen auch jedes mal die Kunst gewandelt hat. Für mich, der die sozialistische Zeit nur aus Erzählungen kennt, und deshalb dazu neigt diesen von Zeit zu Zeit zu romantiseren, waren natürlich die Bilder aus der Sowjetzeit am interessantesten. 5x6m große Bilder von Stalin und seinen Ministern, Lenin in seinem Lesezimmer, Der Fabrikarbeiter mit dem Bauernmädchen, das war alles schon eine enorme Erfahrung für mich. Aber auch die moderneren Werke haben mir sehr gefallen. Nach drei Stunden Bilder anschauen war mein Kulturdurst dann aber auch erstmal gestillt. Im Anschluss sind wir dann noch ein bisschen im Gorky Park spaziert und haben Wind of Change gesungen/gepfiffen (weil in dem Lied der Scorpions der Gorky Park auch erwähnt wird). An der Metrostation haben wir dann noch ein frisches Brot gekauft, dass extrem lecker war und an zu Hause erinnert hat.
Ende
Abonnieren
Posts (Atom)

















