Gestern, am 1. Februar 2016,
musste ich (für meine Verhältnisse) früh aufstehen; 6.30 um genau zu sein. Ich habe mir meinen Koffer geschnappt, der ziemlich schwer und unhandlich war, und hab ihn die meiste Zeit des gestrigen Tages hinter mir hergezogen. Meine liebe Mutter hat mich mit zum Flughafen begleitet und sie hat, das schreibe ich fürs Protokoll, nicht geweint! Um 10.30 ging mein Flieger von Berlin-Tegel direkt nach Moskau-Domodedovo. Der Flug war problemlos und ohne besondere Vorkommnisse. Das ganze Prozedere vollzog sich ungefähr so:Start - Pilotin brabbelt irgendetwas - Ich schließe die Augen - Ich öffne die Augen - Pilotin brabbelt irgendetwas - Landung
Nachdem ich die klobige, riesige, tonnenschwere, ständig umkippende Höllenbrut von Koffer endlich wieder hatte, marschierte ich los in Richtung Aeroexpress. Das war ein Zug, der direkt vom Flughafen in die Stadt fuhr. Aber um überhaupt zum Bahnhof zu kommen, musste man erstmal an gefühlt 100 wildgewordenen Taxifahrern vorbei, die einen unbedingt mitnehmen wollten, und das nur für den doppelten, dreifachen, womöglich sogar vierfachen Preis, den man für ein Zugticket bezahlen würde. Aber ich wäre nicht Maximilian Weber, wenn ich mir davon die Laune verderben lassen würde. Hier mein erstes Foto aus Moskau im Aeroexpress:
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| Max im Aeroexpress |
Wie man sieht, liegt hier in Moskau noch mächtig Schnee. Und das ist großartig! Frau, Rostislaveva, die Mitarbeiterin der RGGU, die ich auch schon in Berlin getroffen hatte, bedauerte gleich das schlechte Wetter und meinte, dass der Schnee hier sonst noch einen guten meter höher liegt. Steigerungswürdig.
Als der Zug dann am Pawelezer Bahnhof hielt wurde ich gleich festlich empfangen von einer Studentin der RGGU mit dem Namen Anja, die ein Schild mit meinem Namen darauf in der Hand hielt. Ich fühlte mich sofort sehr geehrt. Zusammen fuhren wir dann zum Campus, wo sich das Wohnheim mit meinem Zimmer befindet und Anja brachte mich auch zum Büro von Frau Rostislaveva, die mich auch noch einmal hier wilkommen hieß.
Mein Zimmer
ist ein Doppelzimmer, welches ich mir bald mit Yorick teilen werde, ein Kommilitone, der mit mir zusammen Russisch an der Humboldt studiert. Yorick kommt aber erst in einer Woche. Bis dahin hab ich das Zimmer noch für mich allein.Man hört ja immer die wüstesten Geschichten über die russischen Wohnheime, und zugegeben ist es jetzt kein Hotelzimmer, aber ich muss sagen, dass ich mich hier durchaus zu Hause fühlen kann. Die Heizung ist die ganze Zeit voll aufgedereht und lässt sich nicht runterdrehen, aber ich sag mal: besser zu warm als zu kalt.
Die Küche
sowie das Bad
befinden sich auf dem Flur

und werden von der ganzen Etage benutzt. In meinem Zimmer habe ich:
einen Schrank (hier rechts im Bild, nicht links, das bin ich ;)),

einen Schreibtisch,

ein Bett

und ein Waschbecken...
Soweit erstmal der Lagebericht. Ich melde mich die Tage mal wieder.



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